Aufsteigende Feuchtigkeit

Schicken Sie aufsteigende Feuchtigkeit zu Boden!

Von aufsteigender Feuchtigkeit spricht man, wenn die im Erdreich vorhandene Feuchtigkeit durch die Kapillarwirkung des Mauerwerks nach oben aufsteigt. Normalerweise sollte das Bauwerk so abgedichtet sein, dass dieser Effekt nicht entstehen kann. Doch fehlende bzw. beschädigte Horizontal- oder Außensperrschichten führen schnell dazu, dass Feuchtigkeit eindringen kann. 

 

Durch das Erstellen einer neuen Horizontalsperre errichten Sie eine wasserdichte Sperrschicht, die verhindert, dass Feuchtigkeit im Mauerwerk aufsteigen kann. 

 

MEM bietet Ihnen hierzu zwei Verfahren an: die Horizontalsperre über das Injektionsverfahren mit MEM TROCKENE WAND und die Horizontalsperre in der Lagerfuge mit MEM TROCKENE WAND FIX & FERTIG. 

 

Damit das Mauerwerk optimal vor Feuchtigkeit geschützt ist, müssen sowohl eine Horizontalsperre als auch eine Außenwandabdichtung (siehe rote Linie in den Abbildungen) vorhanden sein. Wie man eine Horizontalsperre erstellt, lesen Sie in diesem Abschnitt.

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MEM Aufst Feuchtigkeit 02

 

 

MEM Aufst Feuchtigkeit 02

 

 

Erstellen einer Horizontalsperre mit MEM Trockene Wand.

Als Erstes möchten wir Ihnen das drucklose Injektionsverfahren mit MEM TROCKENE WAND vorstellen. Dabei sickert die Sanierflüssigkeit durch zuvor gesetzte Bohrlöcher ins Mauerwerk und wird dort durch die Kapillarwirkung fein verteilt. Nach dem Aushärten entsteht so eine waagerechte, durchgehende Sperrschicht.   
 

SIE BENÖTIGEN
Material: MEM TROCKENE WANDMEM INJEKTIONS-TRICHTER, MEM BOHRLOCH-SCHLÄMMEMEM GUMMI-MÖRTEL
Werkzeug: Stahlbürste, Zollstock, Bleistift, Bohrmaschine, 12 mm-Bohrer, Glättkelle 

ARBEITSSCHRITTE

  1. Entfernen Sie alte Anstriche, losen Putz, Schmutz, Staub etc. Beschädigte Stellen wie offene Fugen mit MEM GUMMI-MÖRTEL verschließen. Risse und beim Bohren festfestellte Hohlräume mit MEM BOHRLOCH-SCHLÄMME verfüllen. 
  2. Bringen Sie die erste Bohrlochreihe ca. 10 cm über dem Boden an. Der Lochabstand sollte nicht mehr als 10 cm betragen. Die zweite Lochreihe bohren Sie mittig versetzt zur ersten, max. 5 - 6 cm darüber (Abb. A). Bei angegriffenen Wandecken die Bohrungen doppelreihig senkrecht nach oben weiterführen. Bohrlochdurchmesser: 12 mm, Bohrtiefe: 2/3 der Mauerstärke.
  3. Bohrlöcher mit dem Staubsauger o. Ä. reinigen. MEM INJEKTIONS-TRICHTER einsetzen und mit MEM TROCKENE WAND füllen (Abb. B). 
  4. MEM TROCKENE WAND regelmäßig nachgießen, bis die Wand keine Flüssigkeit mehr aufnimmt. Dies kann je nach Mauerstärke 6 - 14 Tage dauern.
  5. Zum Verschließen der Bohrlöcher eine Mischung nach Produktbeschreibung aus MEM BOHRLOCHSCHLÄMME, MEM TROCKENE WAND und Wasser anrühren. Vom beiliegenden Verfülltrichter vor dem Verfüllen der Schlämme ca. 3 - 5 cm der Trichterspitze abschneiden. Drücken Sie die Schlämme anschließend mit einem Stab in die Bohrlöcher (Abb. C). Ausgetretene Schlämme  können Sie mit dem Spachtel zurückdrücken und glatt streichen.

 

 Empfehlungen für einwandfreie Wände: 

  • Die neue Horizontalsperre sollte immer zu beiden Seiten ca. 30 - 50 cm über die Schadenszone hinaus erstellt werden.
  • Bei normalem Mauerwerk werden die Bohrlöcher im 35°-Winkel nach unten gebohrt.
  • Bei Naturstein wie Granit oder ähnlich dichtem Material werden die Bohrlöcher direkt in die Fuge gesetzt.
  • Die Kammern von Hohlblocksteinen müssen vor der Sanierung mit MEM BOHRLOCH-SCHLÄMME verfüllt werden. Ist danach eine Horizontalsperre geplant, wird MEM BOHRLOCH-SCHLÄMME nur mit Wasser eingerührt. Die Abbindezeit kann je nach Stärke einige Tage andauern.
Hor Sperre 1

 

 

Hor Sperre 2

 

 

Hor Sperre 2

 

 

Eine schnelle und einfache Alternative: die Horizontalsperre in der Lagerfuge.

Eine sehr gute Alternative zum Injektionsverfahren ist das Erstellen der Horizontalsperre mit der hochwirksamen Creme MEM TROCKENE WAND FIX & FERTIG. Voraussetzung dafür ist eine durchgängige Lagerfuge im Mauerwerk. Der besondere Vorteil: Es muss nur eine Bohrlochreihe direkt in der Lagerfuge erstellt werden, und einmaliges Verfüllen der Bohrlöcher reicht aus. So sparen Sie erheblich an Zeit und Aufwand.


SIE BENÖTIGEN
Material: MEM TROCKENE WAND FIX & FERTIG
Werkzeug: Bohrmaschine, Kartuschenpistole

 

ARBEITSSCHRITTE

  1. Entfernen Sie Farbe, Putz oder Ähnliches von den Fugen.
  2. Setzen Sie die Bohrlöcher ca. 15 cm oberhalb des Erdreichs an. Bei der Anwendung im Kellerbereich die erste Fuge oberhalb des Fußbodens wählen.
  3. Bohren Sie die Löcher waagerecht (Abb. A) mit einem Durchmesser von 12 mm und im Abstand von höchstens 12,5 cm direkt in die Fuge. Die Bohrlochtiefe beträgt Wandstärke minus 15 mm.
  4. Entfernen Sie danach den Bohrstaub aus den Bohrlöchern.
  5. Stecken Sie den beiliegenden Injektionsschlauch auf die Kartuschenspitze und füllen Sie das Bohrloch komplett mit MEM TROCKENE WAND FIX & FERTIG (Abb. B). Die Creme zieht in die Fuge, und es bildet sich eine neue Horizontalsperre (Abb. C).
  6. Die Bohrlöcher sollten nach der Trocknung mit MEM BOHRLOCH-SCHLÄMME verschlossen werden.

 

VERBRAUCH:

 

Wandstärke         100 mm  200 mm                   300 mm         400 mm
Bohrloch  12 mm  12 mm  12 mm                 12 mm             
Bohrlochtiefe  85 mm  185 mm  285 mm  385 mm
Verbrauch je m*     Ca. ½ Kartusche 

 Ca. ½ bis

1 Kartusche

 Ca. 1 Kartusche

Ca. 1 ½ bis

2 Kartuschen


*Der Verbrauch ist abhängig von der Saugfähigkeit des Mauerwerks. Sehr poröse und/oder saugfähige Fugen und Mauerwerke können zu einem erhöhten Verbrauch führen!
 
 
Hor Sperre 1

 

 

Hor Sperre 2

 

 

Hor Sperre 2

 

Nach der Horizontalsperre kommt es auf den richtigen Putz an.

 

Nach der Anwendung von MEM TROCKENE WAND können sich noch Restfeuchtigkeit und Salze im Mauerwerk befinden, die einen normalen Putz zerstören würden. Hier ist MEM SANIERPUTZ CLASSIC die richtige Wahl.

 

SIE BENÖTIGEN
Material
MEM SANIERPUTZ CLASSICMEM SALPETER-ENTFERNERMEM SUPER-HAFTGRUND
Werkzeug: Wendelkorbrührer, Kelle, Putzbrett, evtl. Putzschienen, Quast 

 

ARBEITSSCHRITTE

  1. Losen Altputz entfernen und Untergrund säubern. Mürbe Fugen ca. 2 cm tief auskratzen. Legen Sie am Fußboden eine Folie o. ä. aus, damit evtl. abgefegte Salze nicht wieder eindringen können.

  2. Den gesäuberten Untergrund mit MEM SALPETER-ENTFERNER streichen. Diesen ca. 8 Stunden einwirken lassen und dann kräftig abbürsten. Bei Bedarf Vorgang wiederholen und 24 Stunden nach Abschluss der Arbeiten erneut kräftig abbürsten.

  3. Größere Unebenheiten mit steifem Mörtel ausfüllen, offene Fugen neu verfugen.

  4. Gegebenenfalls mit MEM SUPER-HAFTGRUND vorgrundieren (Abb. A).

  5. Dann das Mauerwerk mit einem max. 50 % deckenden Spritzbewurf aus MEM SANIERPUTZ CLASSIC unter Zusatz von Wasser und MEM SUPER-HAFTGRUND (Mischungsverhältnis 1:1) versehen.

  6. Nach der Trocknung die auf der Verpackung angegebene Menge Wasser in ein sauberes Mischgefäß geben und MEM SANIERPUTZ CLASSIC in das Wasser einstreuen. Dann das Ganze mit einem Wendelkorbrührer (als Bohrmaschinenaufsatz im Baumarkt erhältlich) gründlich zu einer knollenfreien, homogenen Masse anrühren.

  7. Anschließend MEM SANIERPUTZ CLASSIC in 2 Lagen auf den vorbereiteten Untergrund aufbringen, jeweils max. 15 mm (Abb. B).

  8. Zum Schluss ziehen Sie MEM SANIERPUTZ CLASSIC lattenrecht und nestfrei ab. Nach dem Anziehen die Putzfläche reiben oder filzen. Die jeweils untere Lage muss aufgeraut und vor der Weiterbearbeitung ausreichend erhärtet sein.

 

TIPP: 
MEM SALPETER-ENTFERNER eignet sich hervorragend um Mauersalze, hartnäckige Verfärbungen und Zementschleier zu entfernen.

 

super haftgrund

 

 

Sanieruptz Classic

 

 

Sanieruptz Classic